Die degressive Abschreibung: Ist die degressive Abschreibung by Horst Albach

By Horst Albach

In der finanzpolitischen Diskussion der letzten Jahre hat die Frage immer mehr an Bedeutung gewonnen, welche Wirksamkeit einer Manipulation der steuerlichen Abschreibungssätze für die Konjunkturpolitik beigemessen wer­ den kann. Quantitative Aussagen über den Zusammenhang zwischen In­ vestitionsvolumen und Abschreibungssatz liegen bisher nicht vor, doch scheint unter den Finanzwissenschaftlern dahingehend Einigkeit zu bestehen, daß die Variabilität der Abschreibungssätze eine zweckmäßige Erweiterung des konjunkturpolitischen Instrumentariums darstellt. Der edition der Abschreibungssätze sind aber Grenzen gesetzt. Abschrei­ bungen über a hundred Ofo hinaus werden zwar gelegentlich unter Hinweis auf die Möglichkeiten in anderen Staaten gefordert, doch ist diese Ansicht nie ernst­ lich vertreten worden, wenn das Anschaffungskostenprinzip als Grundlage des deutschen Steuerrechts anerkannt wurde. An den tatsächlichen An­ schaffungskosten findet die version der Abschreibungssätze additionally ihre eine Grenze. Die andere Grenze wird nach übereinstimmender Meinung bei den verbrauchsbedingten Abschreibungen gesehen. Die verbrauchsbedingten Ab­ schreibungen dürfen von einer version der Abschreibungssätze nicht be­ rührt werden. Die Beantwortung der Frage, wie hoch die verbrauchsbedingten Abschrei­ bungen sind, ist durch den Regierungsentwurf des sogenannten Stabilitäts­ gesetzes, den die Bundesregierung 1966 vorgelegt hat, besonders dringend geworden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat mich gebeten, eine Anwort auf diese Frage zu erarbeiten.

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Aufwand wird durch die Leistungserstellung der Periode verursacht. Daraus folgt, daß jeder Periode das als Aufwand zugerechnet werden muß, was durch die in ihr erfolgte Leistungserstellung verursacht worden ist. Dieses Prinzip der richtigen Aufwandverrechnung ist nun auf die WirtschaftsgÜter des Anlagevermögens anzuwenden. Anlagegüter geben ihre Nutzungen im Laufe der Zeit ab. Der von der Leistungserstellung einer Periode verursachte Aufwand ist der Anteil an den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlage, der der Verminderung des gesamten Leistungspotentials der Anlage durch die Leistungserstellung in der Periode entspricht.

Im Bereich der Versorgungswirtschaft stellt die Bundesregierung den Versorgungsbetrieben selbst die Preisindizes zur Verfügung, mit deren Hilfe die Betriebe die Wiederbeschaffungskosten der Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens berechnen und davon ausgehend die Abschreibungen der Periode auf diese Wirtschaftsgüter ermitteln30). Wenn die Bundesregierung die linearen Abschreibungen gewährleisten will, die in der Kostenrechnung zugrunde gelegt werden, dann kann das nur so verstanden werden, daß sie lineare Abschreibungen von den Wiederbeschaffungskosten gewährleisten will.

Die Abschreibungen, die entsprechend diesem um die genannten Risiken erweiterten Abschreibungsplan vorgenommen werden, sind ebenfalls planmäßige verbrauchsbedingte Abschreibungen. Der voraussichtliche Verbrauch von Gegenständen des Anlagevermögens infolge Katastrophenverschleißes und Fehlinvestition läßt sich nicht voraussagen. Abschreibungen, die einem derartigen Verbrauch Rechnung tragen, sind außerordentliche verbrauchsbedingte Abschreibungen. Die. degressive Abschreibungsmethode stellt einen Abschreibungsplan dar.

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