Der Medien-Prozeß: Zur Struktur innerer Errungenschaften der by Franz Dröge

By Franz Dröge

Die Autoren rekonstruieren die Entwicklung der modernen Massenmedien in ihrer historischen, sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen Komplexität. Die Studie umfaßt sowohl die heutige telekommunikative Zukunftsentwicklung wie auch die Gutenberg-Epoche. Ergebnis ist eine Theorie zum Verständnis der laufenden Entwicklungen der Kommunikationspolitik, wobei der Prozeßbegriff auf die inneren Zusammenhänge von Technikentwicklung, Informationsstrukturen und Medienangeboten bezogen wird. Es handelt sich um das erste umfassende und grundlegende theoretische Werk zu diesem Themenbereich in der fachlichen Diskussion der Bundesrepublik Deutschland.

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Die scheinbare Rationalität des gesellschaftlichen Prozesses ist vorderhand offenbar zwingend, ihre durchgehende Struktur bleibt anscheinend an den Brennpunkten ihrer Erfahrbarkeit verborgen und sie scheint die Schaffung und organisierte Durchsetzung zusammenhängender Entwicklungsalternativen auf längere Sicht zu lähmen. Hauptgrund dafür scheint die Tatsache zu sein, daß wesentliche Elemente gesamtgesellschaftlicher Rationalität und damit der Entwij;:klungsdynamik den Charakter "innerer Natur" angenommen haben, wodurch ein alternativer oder oppositioneller "befreiter" Zusammenhang gleichsam aus der konstitutiven Bewußtseinslage ausgeschlossen erscheint.

Innovationszyklen sind abhängig von aus anderen Gründen konstituierten wirtschaftlichen Zyklen (G. Mensch 1975, 84, 142). Wie der genaue Zusammenhang aussieht, braucht hier nicht zu interessieren. h. unabhängig von den langen Konjunkturwellen verlaufen, beträgt jedenfalls nur rund 1:40 (ibid. 147), was natürlich auch die Erfmdergenialität als Zufallsfaktor ziemlich obsolet macht. - Man kann also sagen, daß sich die beschriebene Entwicklungslogik langfristig - verallgemeinerbar und empirisch beobachtet etwa in verschiedenen Zyklus-Modellen - in den mehr oder weniger konjunkturellen und entsprechend irrationalen Entscheidungen von Individuen und Gruppen durchsetzt, wobei sich diese Dinge zu zyklischen Bewegungen kumulieren.

H. die Art und Weise, in der es sich äußern kann, produziert. Es erhält die Form einer kontinuierlichen Nachfrage nach einem entgoltenen Wirtschaftsgut. Damit ist auch eine erste Festlegung der Nutzungsperspektive erreicht. Diese ist zwar - etwa gegenüber dem Fernsehen oder auch gegenüber der heutigen Presse - in Nachfrageverhalten und Konsumformen noch relativalternativenreich. Doch bestimmte ältere, bis ins 19. T. T. autonome Handlungsmöglichkeiten beinhalteten, werden allmählich völlig ausgeschlossen und in der Produktionsorganisation zentralisiert - so rudimentär diese anfangs auch sein mag.

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