Der Klinisch-infektiologische Fall: Problemorientierte by Marion Carstensen, Wolfgang Tiedke-Stern (auth.), Professor

By Marion Carstensen, Wolfgang Tiedke-Stern (auth.), Professor Dr. med. Heinrich K. Geiss, Professor Dr. med. Enno Jacobs, Professor Dr. med. Dietrich Mack (eds.)

Der Arzt von heute wird wieder zunehmend mit Infektionskrankheiten konfrontiert. Er steht dabei neben differentialdiagnostischen Überlegungen vor allem vor dem challenge, bei der zunehmenden Resistenz vieler bakterieller und viraler Erreger eine adäquate, häufig auf komplexen Befunden basierende Therapie einzuleiten. Deshalb sollen anhand realer klinischer Fälle purpose Grundlagen der Diagnostik und Therapie vermittelt werden. Fallbezogene Fragen werden von Experten ausführlich beantwortet. Anhand einiger typischer Abbildungen (Röntgen-, Ultraschallbilder, mikroskopische Aufnahmen, Bilder von typischen Kulturen etc.) wird der Fall abgerundet.

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Farbvergleich zwischen Beutel und Schlauchsegment. Dies ist eine geeignete, aber sehr insensitive Methode. Die Kontamination von Erythrozytenkonzentraten mit Y. enterocolitica verursacht nicht immer eine sichtbare Hamolyse der Blutbeutel, aber der Or Verbrauch durch die Mikroorganismen induziert die Bildung ungesattigten Hamoglobins. Deshalb ist die Farbe des Blutes in einem kontaminierten Blutbeutel dunkler als die Farbe des Blutes im ublicherweise sterilen Schlauchsegment. Reduzierung der Haltbarkeit von Erythrozytenkonzentraten auf 25 Tage.

Bei CMV und HSV entspricht die Serologie einer friiher abgelaufenen Infektion ohne Anhalt fiir ZNS-Beteiligung (Liquor-SerumIndex:::; 1,5). 1m Gegensatz dazu sind im Serum IgM-Antikorper gegen VZV nachweisbar. Das VZV-IgG ist zwar im Serum mit 1900 IU/I unauffallig (:::;3000 IU/I wird ein Durchseuchungstiter angenommen), der Liquor-Serum-Index ist jedoch mit 4,5 deutlich erhOht, was fUr eine autochthone Produktion VZV-spezifischer Antikorper im ZNS spricht. Die serologische Konstellation wird demnach als Hinweis auf eine aktive VZV-Infektion mit ZNS-Beteiligung bewertet.

2. \Vie wurde da Erythrozytenkollzentrat kont miniert? 3. Ware die er Tran fLl ion zwi chen fall vermeidbar gewe en? 4. Welche MaBnahme wird zukunftig die Haufigkeit bakterieller Kontaminationen von BlutproclLlkten weiter reduzieren? 21 22 Kapite14 Weiterer klinischer Verlauf Die biochemische Identifizierung der Bakterienisolate ergibt Yersinia enterocolitica, die serologische Typisierung den Serotyp 0:3. Der Patient entwickelt in der Folge eine Sepsis und wird katecholaminpflichtig. Die Lungenfunktion verschlechtert sich zunehmend.

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