Der Gen-Kultur-Konflikt by Werner Buselmaier

By Werner Buselmaier

Dieses aufschlussreiche Buch führt uns durch die biologische Entwicklung des Menschen in Beziehung zu seiner Kulturgeschichte und erklärt warum wir nicht perfekt konstruiert sind. Besonderes Augenmerk wird dabei auf parallel zur Menschheitsgeschichte entstandene Krankheiten und deren Ursache gelegt. Wozu dient der Blinddarm eigentlich und used to be hat Bluthochdruck mit Wassermangel zu tun? Antworten auf diese und weitere spannende Fragen liefert Prof. Dr. Buselmaier unter besonderer Berücksichtigung der evolutionären Medizin.

Show description

Read Online or Download Der Gen-Kultur-Konflikt PDF

Similar german_16 books

Christina von Schweden: Die rätselhafte Monarchin

Ein farbenreiches Zeitgemälde des 17. Jahrhunderts, der politischen, religiösen und geistigen Strömungen des Absolutismus und Barock im Spiegel einer außergewöhnlichen Gestalt. Mehr wissenschaftlich und künstlerisch als politisch interessiert, irritierte Christina von Schweden ihre Umwelt durch ihr skandalumwittertes Leben, ihre Verschwendungssucht, ihre Launenhaftigkeit und ihren Freigeist.

Facharztwissen Viszeral- und Allgemeinchirurgie

In komprimierter, stichwortartiger shape ist das Faktenwissen der Viszeral- und Allgemeinchirurgie in diesem Buch zusammengefasst, zu dem zahlreiche renommierte Spezialisten mit ihren Kapiteln beigetragen haben. Besonderer Wert wird auf detaillierte und präzise Empfehlungen zum diagnostischen Vorgehen und zur Indikationsstellung für die Therapie gelegt.

Pocket Guide Beatmung

In diesem handlichen Kitteltaschenbuch finden Sie die wichtigsten Fakten zur Beatmung: Prinzipien, Beatmungsverfahren bei speziellen Krankheitsbildern sowie Prävention und Behandlung von beatmungsbedingten Komplikationen. perfect für alle Ärzte und das Fachpflegepersonal auf Intensivstation und im OP. Übersichtlich, praxisrelevant und auf das Wesentliche reduziert.

Extra info for Der Gen-Kultur-Konflikt

Sample text

BifidusFaktor, der z. B. in Kuhmilch nicht enthalten ist. Dies führt bei Kuhmilchernährung zur Überwucherung mit anderen Bakterien. –1 Mrd. Keime, überwiegend verschiedene Arten von Lactobazillen. Diese verhindern die Vermehrung von pathogenen Keimen und verstoffwechseln gleichzeitig das in vaginalen Zellen gebildete Glykogen zu Milchsäure, die wiederum für das saure Milieu in der Vagina verantwortlich ist – ein wichtiger Bewegungshemmfaktor, der defekte Spermien an der Befruchtung hindert und somit für eine Selektion in Richtung der stärkeren und gesunderen Spermien sorgt.

Man betrachte nur die unterschiedliche Verteilungshäufigkeit der Blutgruppen A, B und 0 in der Weltbevölkerung, die in Verbindung gebracht wird mit Selektionsvorteilen gegenüber Infektionskrankheiten oder dem Selektionsvorteil von Mischerbigen für eine Hämoglobinvariante bei der Malaria tropica (7 Abschn. 1), um zwei klassische Beispiele zu nennen. Allerdings haben wir bis jetzt nur einen kleinen Teil dessen betrachtet was wir an Genen mit uns herumtragen (nämlich die unserer eigenen Zellen) und dieser zeigt schon, dass wir genetisch gesehen nicht ein, sondern eigentlich ein Sammelsurium vieler Organismen sind.

Und dieser Prozess ist auch heute noch nicht abgeschlossen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das AIDS-Virus. Überspitzt könnte man behaupten, dass nur ein kleiner Teil unserer Erbanlagen das ausmacht, was das eigentlich Menschliche ist. 504 Einzelpersonen aus allen Teilen der Welt 88 Mio. Variationen gefunden, wobei 85 Mio. nur einen einzigen Baustein betreffen. Ein Teil dieser Variationen ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass die ererbten Fremdsequenzen in verschiedenen Teilen der Welt leicht unterschiedlich 35 7 · Das Modulsystem Mensch waren und sich an unbedeutenden Stellen des Erbguts befinden, aber auch auf selektionsbedingten Unterschieden beruhen, die zu Genvarianten geführt haben.

Download PDF sample

Rated 4.15 of 5 – based on 37 votes