Der deutsche Weg. Selbstverständlich und normal by Egon Bahr

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Die Pax Americana ist für viele erstrebenswert. Kein Genie hat einen solchen Masterplan ersonnen. Doch wie sich die Dinge dieser Welt fügen, sieht es so aus, als folge Amerika einem solchen Plan, geboren aus Gelegenheit und Macht. Antiamerikanismus ist dumm Ich habe bewusst vermieden, den Dschungel der »Ideologie« durchdringen zu wollen. Ich habe mich bemüht, den amerikanischen Weg sachlich und nicht wertend zu verfolgen. Die Legion von Büchern und Artikeln über amerikanische Schwächen, die Flut von Talkshows, in denen über Arroganz, Überheblichkeit, Heuchelei diskutiert wird, weil Ideale proklamiert werden, wenn es um Rohstoffinteressen geht, die ungleichen Maßstäbe in asymmetrischen Kriegen beklagt werden, Dispute über brutale Ungerechtigkeit, die Hass erzeugen muss, oder über Aggression, die sich als Verteidigung tarnt – all das ist verständlich, hat seinen Platz und entspricht der Tatsache, dass Emotion es leichter hat zu überzeugen als der Verstand.

Das war das Eingeständnis der gegenseitigen Verwundbarkeit, also ein Garant gegenseitiger Rücksichtnahme, und verhinderte eine Ausweitung der Rüstung in den Weltraum. Da aber Washington Waffen in den Weltraum bringen will, musste der Vertrag weg. Die Rücksieht ist unnötig geworden. Die gesichtswahrende Begründung lautete: Es ist ein Relikt aus dem Kalten Krieg. Mit Fortsetzungen kann gerechnet werden, wenn weitere Verträge lästig werden. In dieser Darstellung des amerikanischen Weges sind die Machtfragen überbelichtet.

Doch wie sich die Dinge dieser Welt fügen, sieht es so aus, als folge Amerika einem solchen Plan, geboren aus Gelegenheit und Macht. Antiamerikanismus ist dumm Ich habe bewusst vermieden, den Dschungel der »Ideologie« durchdringen zu wollen. Ich habe mich bemüht, den amerikanischen Weg sachlich und nicht wertend zu verfolgen. Die Legion von Büchern und Artikeln über amerikanische Schwächen, die Flut von Talkshows, in denen über Arroganz, Überheblichkeit, Heuchelei diskutiert wird, weil Ideale proklamiert werden, wenn es um Rohstoffinteressen geht, die ungleichen Maßstäbe in asymmetrischen Kriegen beklagt werden, Dispute über brutale Ungerechtigkeit, die Hass erzeugen muss, oder über Aggression, die sich als Verteidigung tarnt – all das ist verständlich, hat seinen Platz und entspricht der Tatsache, dass Emotion es leichter hat zu überzeugen als der Verstand.

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