Dementagogik: Dementiell erkrankten Menschen neu und by Janina Steurenthaler

By Janina Steurenthaler

Der demographische Wandel und der damit einhergehende Anstieg dementiell erkrankter Menschen erfordert neue Wege in der Altenhilfe. Janina Steurenthaler untersucht die Demenzerkrankung und Erkrankte aus interdisziplinärer Sicht, um so mehrschichtige und umfassende Behandlungsansätze entwickeln zu können. Diese professionelle pädagogische Betreuung dementer Menschen ist die Dementagogik. Die neue Umgangsform mit der Krankheit kann zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität und einer verbesserten prognostischen Perspektive führen. Sie zielt auf die Persönlichkeitserhaltung und Persönlichkeitsförderung dementiell erkrankter Menschen, insbesondere Alzheimerpatienten und wird so in der Praxis zur Grundlage eines sinnhaften und würdigen Alterns.

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Dazu gehört z. B. das Erinnern, wo man letztes Jahr den Sommerurlaub verbrachte, oder das Auswendiglernen und Erinnern von Vokabellisten. Das semantische Gedächtnis bezieht sich auf das Erinnern von so genanntem Allgemeinwissen, wie Namen von Städten, Gegenständen und ähnlichem. 2 Abgrenzung zur „normalen“ Altersvergesslichkeit Angesichts der Tatsache, dass jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad vergesslich ist oder sein kann, stellt sich die Frage, wo die Grenzen zwischen „gutartiger“ und pathologischer Vergesslichkeit zu ziehen sind.

S. 1 Was ist das Gedächtnis Das menschliche Gedächtnis ist unterteilt in drei Bereiche: das Ultrakurzzeitgedächtnis, das Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis. Unabhängig von einander fallen jedem der drei Bereiche unterschiedliche Aufgaben zu. Bei einer Erkrankung können einzelne Bereiche gestört oder alle drei Bereiche betroffen sein. Generell gilt: was der Mensch als erstes gelernt und gespeichert hat, das bleibt am längsten abrufbar und umgekehrt, was als letztes gelernt wurde, geht als erstes wieder verloren.

7. Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung Die Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung eines dementen Patienten und der Einschätzung seiner Mitmenschen birgt wohl das größte Konfliktpotential im Umgang mit Alzheimerpatienten. 50 B Gedächtnisstörungen, Demenz, Alzheimer Die folgende Darstellung gibt einen Überblick: Tabelle 2: Konfliktpotential im Umgang mit Alzheimerpatienten Selbstwahrnehmung des dementen Menschen Fremdwahrnehmung durch Andere Jung (20 – 30 Jahre) Alt Leistungsfähig Vergesslich Selbständig Hilflos Gesund Gebrechlich Unauffällig Leidend Die Tabelle zeigt, wie sehr das Bild, das der Demenzkranke von sich hat von dem, das Außenstehende von ihm haben, differiert.

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