Das Subjekt im Hilfesystem: Eine Studie zur Individuellen by Imke Niediek

By Imke Niediek

Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Bettina Lindmeier

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20). Macht wird so mit dem Dispositivbegriff zu einer allgemeinen „Matrix der Kräfteverhältnisse zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Gesellschaft“ (Dreyfus/ Rabinow 1987, 217). Auf diese Weise werden in Dispositiven über spezifische Machttechniken auch bestimmte Subjektivierungsweisen hervorgebracht, die den jeweiligen historisch strategischen Erfordernissen entsprechen (vgl. Bührmann 2001, 130; Bührmann/ Schneider 2007, Abs. 22). Ein Dispositiv lässt sich nach Foucault als Ensemble von miteinander verzahnten diskursiven und nichtdiskursiven Praktiken beschreiben.

Beratungs- und Freizeitangebote komplettieren das Bild. Auch ambulante Angebote beziehen sich also nicht automatisch nur auf den Lebensbereich Wohnen, weshalb Rohrmann und Schädler (2004) den Begriff ‚offene Hilfen‘ vorziehen (zur Vielfalt Offener Angebote vgl. auch Hamel/ Windisch 2000, Abb. 3, 25). „Offene Hilfen werden als Oberbegriff verstanden für Hilfen, die Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. “ (Rohrmann/ Schädler 2004, 221) Da sie ihrer Struktur nach kein feststehendes Angebot, sondern eher einen organisationalen Rahmen für individuell ausgerichtete Hilfen darstellen, werden für offene Hilfen in der Regel keine ‚Plätze‘ angegeben, was verlässliche statistische Aussagen erschwert (vgl.

Im Hinblick auf einen vergleichbaren Bedarf an Hilfe und Unterstützung können diese Statistiken also keine Auskunft geben. Dass es sich aber bei Menschen mit einer geistigen Behinderung um einen Personenkreis handelt, der möglicherweise besonders auf Hilfen zur Teilhabe angewiesen ist, zeigt der Aspekt, dass bei 64 % der Menschen mit einer geistigen Behinderung der anerkannte Grad der Behinderung bei 80 und höher liegt. 2 Eingliederungshilfestatistik Da im Sinne des Gesetzes nur diejenigen als behindert gelten, die nicht nur dauerhaft in ihrer Gesundheit eingeschränkt sind, sondern dadurch auch Beeinträchtigungen ihrer Teilhabe erleben, lässt sich argumentieren, dass die Sozialstatistik des Statistischen Bundesamtes einen guten Indikator für die Teilhabe behinderter Menschen darstellt.

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