Das Risiko im Entscheidungsprozeß by Peter Kupsch

By Peter Kupsch

Risiken sind untrennbar mit menschlichem Handeln verbunden. Wenn die Wirtschaftswissenschaften dem Risikoaspekt dennoch besondere Bedeutung beimessen, dann vielleicht deshalb, weil die Risikoubernahme als besondere Funktion des Unternehmers betrachtet wird. Wahrend der Faktor "Arbeit" fruher, soweit nicht dem dispositiven Faktor zurechenbar, lediglich eine in strumentale Komponente des betrieblichen Kombinationsprozesses bildete, sieht die moderne entscheidungsorientierte Betriebswirtschaftslehre in Unter nehmungen heute Organisationen mit mehrpolarigen Willensbildungszentren, in denen auf allen Ebenen der Leitungshierarchie Entscheidungen getroffen werden. Folglich ergibt sich fur alle Organisationsteilnehmer die no longer wendigkeit, sich mit der Problematik von Verlustgefahren im weitesten Sinne auseinanderzusetzen. Der Grundgedanke dieser Arbeit ist einfach: Es genugt im Rahmen der sozialwissenschaftliehen Fundierung der Betriebswirtschaftslehre nicht, bei der examine von Entscheidungen auf die nicht erklarungsbedurftige Risiko einstellung der Aktaren zu verweisen und durch sie Prozessablaufe und ausserlich beobachtbare Wahlakte zu erklaren. Allerdings ist es zum gegen wartigen Zeitpunkt nicht moglich, eine umfassende Theorie des Risiko verhaltens zu entwickeln, die sich von der Unfallpsychologie bis hin zur Risikoverschiebung bei wirtschaftlichen Gruppenentscheidungen erstreckt. Ziel dieser Arbeit ist es vielmehr, die verschiedenen Ansatze zur Risiko problematik in der Betriebswirtschaftslehre darzustellen und mit der Ent wicklung eines Grundmodells des individuellen Problemlosungsverhaltens einen eigenen Beitrag zur Diskussion zu stelle

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62) Wittmann (1959), S. 35. 63) Vgl. z. B. Lehmann (1956), s. ; Fischer (1964), S. 503. 64) Vgl. hierzu z. B. Lisowsky (1948); Leitner (1915), (1941); Philipp (1967); Jenni (1952); Lehmann (1956); Fischer (1964); Mellerowicz (1966); Sandig (1939); Bussmann (1955); Mehr und Hedges (1963); Oberparleiter (1930). Das Risiko in der Unternehmungspolitik -------------------- 37 Nach der Art des Auftretensergeben sich schleichende und schlagende Risiken. Während die Ursachen der Verluste schleichender Risiken zunächst unerkannt bleiben, treten die Gründe schlagender Risiken im Verlustfall sofort zutage.

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Marktforschung 2. 1. 2. 3. 4. Versieherungen Mehr und Hedges (1963) Lisowsky (1948) Fischer (1964) 3. 1. 2. 3. 3. Risikoabwälzung -Versieherung -Selbstversieherung 2. Risikovorbeugung und Risikoabschirmung 1. Risikoerfassung und Risikoforschung Abb. 1: Systeme der Risikohandhabungsformen 3. 1. 2. Risikokompensation 2. Schutzmaßnahmen untersuchung und Vorbeugung 1. Risiko- Oberparleiter (1930) 2. 1. 2. Maßnahmen zur Sicherung gegen den möglichen Schaden - Uberwälzung -Selbstdeckung 1.

Im Vordergrund steht die Konkretisierung eines allgemeinen Persönlichkeitsmerkmals "Risikobereitschaft", das Aufschluß über die Unfallanfälligkeit von Personen geben soll. Den ersten Ansatzpunkt in dieser Richtung stellt die Einführung des "Sicherheitsmarginals" von Katz dar 22 ), das, auf die Betriebswirtschaftslehre übertragen, im Zusammenhang mit der Theorie der Gewißheitsäquivalente als inverse Analogie zur Risikoprämie angesehen werden kann 23 ). "Das individuelle Sicherheitsmarginal bei jeder beliebigen Leistung ist der Aufwand an Arbeit, den jemand über das Minimum hinaus leistet, um die ausführende Operation sicherzustellen"24 ).

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