Briefe zur Wellenmechanik by K. Przibram (auth.), K. Przibram (eds.)

By K. Przibram (auth.), K. Przibram (eds.)

Eine große physikalische Theorie wie die Schrödingersche Wellenmechanik nimmt, wenn sie sich bewährt, mit der Zeit ein unpersönliches, von ihrem Urheber ganz losgelöstes Eigendasein an und wird schließlich als selbstverständlich hingenommen. guy vergißt da, mit wieviel inneren Kämpfen, Hoffnungen und Ent­ täuschungen ihre Entstehung verbunden conflict, und all das Für und Wider in den Reaktionen der Zeitgenossen. Diese mehr persönliche Seite kann wieder zum Leben erweckt werden, wenn Briefe wie die hier wiedergegebenen aus jener Zeit vorhanden sind. Schrödingers Witwe, Frau Annemarie Schrödinger, hegte den Wunsch, der die Wellenmechanik betreffende Briefwechsel ihres Gatten möge im Rahmen der Schriften der Österreichischen Aka­ demie der Wissenschaften veröffentlicht und so einem größeren wissenschaftlichen Kreise zugänglich gemacht werden. Sie hat sich an den Unterzeichneten, den Senior der österreichischen Physiker, mit dem Ersuchen gewandt, er möge ihren Wunsch der Akademie zur Kenntnis bringen. Ein die Publikation der Briefe betreffender An­ trag wurde in der Sitzung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie am 25. Januar 1962 einstimmig und mit freu­ diger Dankbarkeit angenommen; die Redaktion wurde dem Unter­ zeichneten anvertraut.

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Dies ist die Born'sche 3 Interpretation, die wohl die meisten Theoretiker heute teilen. Dann beziehen sich aber die formulierbaren Naturgesetze nicht auf die zeitlichen Änderungen eines Bestehenden, sondern auf die zeitlichen Änderungen des Inbegriffes unserer berechtigten Erwartungen. Point Peconic, Long Island, U. S. A. Das witzige Gedankenexperiment mit der "verschmierten Katze" ist beschrieben in SCHRÖDINGERS Abhandlung über den damaligen Stand der Quantentheorie in den Naturwissenschaften 23, 1935, auf S.

Dann fließen beide Auffassungen in einen weichen Nebel zusammen, in dem ich mich aber auch nicht besser fühle als in einer der vorgenannten Auffassungen, die zum Realitäts-Begriff Stellung nehmen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, daß diese ganze merkwürdige Situation dadurch herbeigeführt ist, daß wir noch nicht die vollständige Beschreibung des Sachverhaltes erreicht haben. Allerdings gebe ich zu, daß eine derartig vollständige Beschreibung nicht in ihrer Gänze im Einzelfall beobachtbar wäre; aber dies kann man auch vernünftigerweise gar nicht verlangen.

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