Arbeitsmarktsoziologie: Probleme, Theorien, empirische by Prof. Dr. Martin Abraham, Prof. Dr. Thomas Hinz (auth.),

By Prof. Dr. Martin Abraham, Prof. Dr. Thomas Hinz (auth.), Martin Abraham, Thomas Hinz (eds.)

Der Arbeitsmarkt prägt moderne Gesellschaften maßgeblich: das process sozialer Sicherung sowie die individuellen Lebensverhältnisse hängen von der Teilnahme am Arbeitsmarkt ab. Im Rahmen einer interdisziplinären Forschung thematisiert die Arbeitsmarktsoziologie den Beitrag sozialer Determinanten für die Erklärung von Arbeitsmarktprozessen. Dies beinhaltet die selektive Auswirkung von Bildung für berufliche Mobilität, die Risiken von Arbeitslosigkeit, die Rolle der Familie für Erwerbsentscheidungen und die Wirkung institutioneller Regelungen. Aus soziologischer Sicht geht es vor allem um die Entstehung, die Dauerhaftigkeit und die Veränderung sozialer Ungleichheit im Arbeitsmarkt und durch den Arbeitsmarkt. Das vorliegende Lehrbuch richtet sich an Studierende und Lehrende der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie an "Praktiker", die die (sozialen) Wirkungen von Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt einschätzen möchten.

Show description

Read Online or Download Arbeitsmarktsoziologie: Probleme, Theorien, empirische Befunde PDF

Similar german_11 books

Extra resources for Arbeitsmarktsoziologie: Probleme, Theorien, empirische Befunde

Sample text

So geht etwa die Bewertung durch sozial bedeutsame Andere in die eigene Nutzenfunktion ein. Die sozialen Rahmenbedingungen - beispielsweise die Statusverteilung in einem Unternehmen oder die berufliche Segregation sind dabei selbst das Ergebnis von Interaktionsprozessen. Die vorgeschlagenen Modelle sind allerdings noch kaum in der empirischen Arbeitsmarktforschung etabliert - anders als bei Gary S. Beckers Arbeiten zum Humankapital, die im folgenden Abschnitt im Mittelpunkt stehen. 3 Qualifikation und Wissen: Humankapital Ein zentraler Ein wand gegen das neoklassische Basismodell und viele seiner Modifikationen richtete sich gegen die Annahme, dass die Arbeitskrafte homogen seien, sich also die Arbeitnehmer untereinander im Hinblick auf ihre Produktivitat auf einem gegebenen Arbeitsplatz nicht unterscheiden.

Kapitalisten haben ein elementares Interesse an der Ausbeutung der Arbeiter, da sich der Arbeitsmarktheorien 4] Gewinn aus der Differenz zwischen dem Marktwert der Arbeit und dem niedrigeren Lohn ergibt (Mehrwert, vgl. Marx 1974). Machtunterschiede im Arbeitsmarkt ergeben sich - der marxistischen Position zu Folge - aus der Klassenlage von Kapital und Arbeit. Die analytische Beschreibung dieser Klassenlage ist bis in die zeitgenossische Soziologie modifiziert und erweitert worden. So schlagt Erik Olin Wright (1997) ein um skills und authority erganztes Kategoriensystem vor.

40 Hinz und Abraham das Tauschverhaltnis behandelt werden. Es folgen Abschnitte zu den Institutionen, die ihrerseits Ausdruck von Machtverhaltnissen sind, und zur Sozialstruktur von Markten. 4 Macht Die folgenden, starker soziologisch ausgerichteten Perspektiven setzen an den offensichtlichen Abweichungen der Arbeitsmarktrealitat von der modellhaften Vorstellung eines Marktes an, auf dem Arbeitskraft gegen Lohn getauscht und dabei die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Solche Theorien untersuchen beispielsweise, welche Konsequenzen sich aus gegensatzlichen Interessen und Machtdifferenzialen der am Markttausch beteiligten Akteure ergeben.

Download PDF sample

Rated 4.44 of 5 – based on 27 votes