Altern und Zeit: Der Einfluss des demographischen Wandels by Christine Meyer

By Christine Meyer

Aktuelle gesellschaftliche Zeitstrukturen sind ökonomisch durchdrungen und werden einen tiefgreifenden Wandel mit den demographischen Veränderungen erleben.
Diese Arbeit untersucht das Leben im regulate sowie die Ziele und Entwicklungen, die mit fortschreitendem Lebensalter von Bedeutung werden könnten. Die Herausforderung für die Gestaltung eines "guten" Lebens im regulate liegt in den Reflexionen dazu, wie und welche Elemente hierfür von Bedeutung werden könnten. Und eines ist sehr deutlich: Aktives Altern ist nur "gut", wenn es über das Beschäftigt-Sein hinausreicht und neue Sinnzusammenhänge zum eigenen Leben hergestellt werden können.

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Dies gilt sowohl für die über 60Jährigen als auch die über 75Jährigen. Dennoch ist vor allem zu berücksichtigen, dass die Immobilität im Lebenslauf zunimmt. Es gibt insgesamt ca. 11% ab 60 Jahren, die sich täglich nur 20 Minuten außerhalb ihres Hauses oder ihrer Wohnung aufhalten. Bei den über 75Jährigen sind es bis zu ca. 20%, die die eigene Häuslichkeit nicht länger als 20 Minuten verlassen. 00 Uhr. Zwei bedeutende Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen sowie in unterschiedlichen Altersgruppen.

Inzwischen überwiegend dienstleistungsgesellschaftlich organisierte Gesellschaften Zeit in der Verwendung in Bezug auf Arbeit oder Nützlichkeit „messen“ und nicht davon ausgehen, dass Rentnerinnen und Rentner aus dem Erwerbsarbeitsprozess freigesetzt sind und somit selbstverständlich nicht mehr nach Kriterien des (Erwerbs-)Arbeitsprozesses bewertet werden können. Die Daten der Zeitbudgetstudie von 2001/2002 müssten auf Basis einer Idee eines „guten Lebens“ im Alterungsprozess nach Bedingungen und Aktivitäten analysiert werden, die jenseits der Erwerbsarbeitslogik Zeit und ihre Verwendung einschätzen.

Während sich gegenwärtig wiederkehrend Diskussionen mit einem durchgängig implizit defizitären Altersbild in der Gesellschaft um das finanzielle Rentendesaster und die künftige „Übermacht“ an Hilfe- und Pflegebedürftigen zitieren lassen, muss klar werden, 50 dass der demographische Wandel nicht mehr auf dieser Ebene abzuhandeln ist. Es ist eine absolute Notwendigkeit in allem Denken, Leben und Gestalten gesellschaftlicher Prozesse Altern und Alternsprozesse als revolutionäre Entwicklung im Denken, Leben und Gestalten wahrzunehmen.

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