Adoleszenz und Migration: Adoleszenzverläufe weiblicher und by Marga Günther

By Marga Günther

Die Arbeit beleuchtet adoleszente Entwicklungsprozesse afrikanischer Bildungsmigranten in Deutschland und geht der Frage nach, wie Adoleszenz- und Migrationsprozesse zusammenwirken. Die examine von biographischen Interviews verdeutlicht, wie die adoleszenten Möglichkeitsräume adoleszenter BildungsmigrantInnen beschaffen sind und wie die Auseinandersetzung mit Veränderungen sowohl auf individueller wie sozial-gesellschaftlicher Ebene transformierte Lebensentwürfe hervorbringt. Die adoleszenztheoretische Perspektive ermöglicht den Blick auf die Innenwelt der jugendlichen MigrantInnen jenseits der üblichen Kategorien wie "Kultur", "ethnische Identität" and so on. und gibt Aufschlüsse darüber, ob und in welcher Weise die Jugendlichen mit ihren sozialen Praxen oder Identitäten an kulturell oder ethnisch definierte Bilder anknüpfen oder aus welchen anderen Bildern oder Vorstellungen sich ihre Lebensentwürfe generieren.

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Die Migration wird in diesem Kontext als ein Resultat der Auseinandersetzung der jugendlichen StudentInnen mit den gesellschaftlichen Umbruchserfahrungen in ihrer Heimat angesehen. Anhand biographischer Interviews werden die Bewältigungsprozesse der gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrer Heimat sowie der Migration hinsichtlich der Ausbildung neuer Welt- und Selbstbezüge untersucht. Es ist das Anliegen des Projekts, eine Typologie zu entwickeln, die die gesellschaftlichen Bedingungen bezüglich der Ermöglichung dieser Bildungsprozesse beschreibt (vgl.

Eggert-Schmid Noerr 2000). In interkulturell vergleichender Perspektive können anhand des Adoleszenzverlaufes die Differenzen und Gemeinsamkeiten der Lebenslagen verschiedener Geschlechter, Ethnien und sozialer Schichten Berücksichtigung finden (Herwartz-Emden 1997). Tatsächlich gibt es in den letzten Jahren eine Tendenz, diese Forschungslücke auszufüllen, wenn auch nur vereinzelt. Insbesondere die Adoleszenzforschung widmet sich zunehmend den besonderen Entwicklungsprozessen jugendlicher MigrantInnen (vgl.

In dem Spannungsfeld vordergründiger Erwartungen der Anpassung an hiesige Normen und Werte bei gleichzeitiger Verweigerung gleichberechtigter gesellschaftlicher Partizipation bewegen sich Jugendliche mit der ihrer Lebensphase eigenen Kreativität. Ihre Lebensentwürfe spiegeln ihre Auseinandersetzung mit den spezifischen familialen, gesellschaftlich-kulturellen, geschlechtsspezifischen sowie individuellen Bedingungen, unter denen sie aufwachsen. Deutlich geworden ist in den vorausgegangenen Ausführungen, dass bei der Erforschung von Migrantenjugendlichen deren Sozialisationsbedingungen und Identitätsbildungsprozesse theoretisch grundsätzlich zu wenig Beachtung finden.

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